Neue Leserzahlen der WEMF / Leserentwicklung 2000-2014

Die heute veröffentlichte MACH Studie der WEMF lässt aufhorchen. Noch nie haben sich die Reichweiten von Schweizer Print Publikationen innert Jahresfrist so stark verändert. Die neuen Zahlen zeigen bei wichtigen Publikationen einen markanten Leserschwund. Dazu ist zu bemerken, dass sich die ausgewiesenen Zahlen nur auf die gedruckten Ausgaben beziehen und die digitale Verbreitung resp. die E-Papers Nutzung nicht gezählt wurden.

Von den in den beiliegenden Grafiken enthaltenen Titeln hat einzig die LANDLIEBE aus dem Hause Ringier signifikant 140‘000 Leserinnen und Leser gewonnen. Die grossen Tageszeitungen wie die NZZ, der TAGES-ANZEIGER oder 24-HEURES zeigen signifikante Verluste. BLICK und BLICK AM ABEND verlieren deutlich während sich 20 MINUTEN auf hohem Niveau behaupten kann. Gravierend und signifikant sind die Leserverluste bei den grossen Publikumszeitschriften wie BEOBACHTER, SCHWEIZER FAMILIE und SCHWEIZER ILLUSTRIERTE. Bei der Sonntagspresse sinken die Reichweiten von NZZ AM SONNTAG und LE MATIN DIMANCHE sowie im Tessin bei IL CAFFÈ DELLA DOMENICA signifikant gegenüber dem Vorjahr. Generell tiefere Leserzahlen weisen die Finanz- und Wirtschaftstitel mit Ausnahme von BILAN in der Westschweiz aus.

Sicher ist das digitale Newsangebot ein Hauptgrund für die massiven Leserverluste. Das zeigt aber auch, dass der Online Kanal nicht nur bei TV-Kampagnen sondern auch in der Printplanung eine wichtige Rolle spielt, um die Reichweiten in den relevanten Zielgruppen weiter zu optimieren. Ende September wird die MACH CONSUMER publiziert und wir werden damit neue spezifische Zielgruppen evaluieren können. Ein Bild sagt mehr als 1‘000 Zahlen, die beiliegende Datei zeigt die Entwicklung der Leser als Grafik.

 

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