Forschung

Kundeninformation zum erneuten Stopp der TV-Nutzungsdaten

Die Veröffentlichung der TV-Nutzungsdaten wurde durch das Bundesverwaltungsgericht wiederum gestoppt. Die Zweifel an der neuen Messmethode konnten, zumindest beim Sender 3+, nicht ausgeräumt werden. Seit einem halben Jahr ist es offensichtlich unmöglich, dass alle Sender die Resultate des neuen Systems KANTAR akzeptieren. Für uns alle eine unverständliche und schwierige Situation.

Immerhin, letzten Mittwoch waren die Daten kurzfristig freigegeben und wir konnten den entsprechenden Datensatz für das neue Analysetool INFOSYS in unsere Systeme importieren. Das ermöglicht uns die Marktanteile für verschiedene Zielgruppen über die Zeitachse zu analysieren und unsere internen Planungstools zu testen. Aufgrund der neuen Verfügung des Bundesverwaltungsgerichtes dürfen wir diese Daten nicht verwenden.

Die neue Werbeplanungssoftware MEDIAWIZARD funktioniert nicht einwandfrei. Probleme mit der Schnittstelle resp. Der Parametrierung zwischen Mediapulse, AGFS und PublicaData, konnten noch nicht behoben werden. Wenn die Probleme der Schnittstelle gelöst sind und die Datenfreigabe erfolgt ist wird der Datensatz für MEDIAWIZARD erstellt. Danach erst können die PostControls für das erste Halbjahr berechnet werden. Sollten noch weitere Korrekturen der Datensätze aufgrund von Anpassungswünschen der Sender notwendig sein, müssten wir mit weiteren Verzögerungen rechnen.

Erste Analysen mit dem bis 18. Juni 13 vorliegenden KANTAR Datensatz weisen darauf hin, dass die öffentlich rechtlichen Sender im Vergleich zu der GfK Messung leicht Marktanteile gewinnen. Die Anteile der Privatsender weisen insbesondere in der Deutschschweiz Verluste auf. Je nach Zielgruppe fallen diese Veränderungen unterschiedlich aus. Sobald die Daten freigegeben werden, können wir über die Entwicklung der Leistungen und Kosten informieren. Wir gehen davon aus, dass die Sender und Vermarkter das Pricing für das 2. HJ. 2013 den neuen Verhältnissen anpassen.

Trotz dem langen Hin und Her über die TV-Quoten ist die Buchungssituation prekär geblieben. Nach der Buchungseröffnung stellen wir fest, dass die Werbezeit bei vielen Sendern ausgebucht resp. reserviert ist. Eine Optimierung der Sendepläne nach den neuesten Erkenntnissen aus den Messdaten des 1. HJ. 2013 kann nur durch Umdispositionen erfolgen. Sinnvolle Verschiebungen müssen kurzfristig nach der Datenfreigabe vorgenommen werden. Leider reichen die Buchungsvorschriften oft nicht aus. Goldbach hat die Freigabefristen (feste Buchung) von 42 auf 21 Tage verkürzt, allerdings nur für die Monate Juli und August. Publisuisse hat die Fristen neu um 2 Wochen früher angesetzt, das heisst, ein ganzer Monat muss 4 Wochen im Voraus definitiv bestätigt werden. Diese Bedingungen schränken eine flexible Planung ein. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Sender und Vermarkter in diesem Punkt kulant zeigen werden und versuchen trotz Vorschriften die Pläne laufend zu optimieren.

Wir hoffen auf eine rasche Freigabe der Daten, damit wir Sie umfassend und transparent über die Leistungen der TV-Sender und Kampagnen informieren können.