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Horizont: Wie werden sich die Mediaspendings 2019 für den Gesamtmarkt entwickeln?

Manfred Strobl: Die Spendings werden weiter steigen, unter anderem weil das Universum der gemessenen Spendings dank der technischen Anpassungen in Online grösser geworden ist. Digitales Media treibt die Gesamt-Investments, insbesondere im E-Performance. Print verliert weiter, je nach Kategorie – etwa Zeitschriften und Wirtschaftspresse- überproportional oder im Falle der Regionalpresse deutlich geringer. TV hat seinen Zenith überschritten und verliert leicht, insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen. Out-of-Home wird sich gut halten und im Bereich DOOH weiter wachsen. Kino wird ein gutes 2019 erleben, wenn auch auf niedrigem Niveau. Und Radio bleibt stabil.

Horizont: Große Unternehmensberatungen und IT-Firmen drängen weltweit in die Pfründe der Mediaagenturen ein. Wie gravierend sehen sie diese Entwicklung für die Schweiz? 

Manfred Strobl: Mittel- bis langfristig sehr gravierend, denn diese Unternehmen sehen tatsächlich Media als einträgliches Add-On Business. Mediaagenturen müssen sich daher unbedingt «nach oben» positionieren und aus der reinen GRP-Lieferkette raus, d.h. wir müssen Business-Partner unserer Kunden sein und im Schulterschluss funktionieren. Wir müssen auch zu Investments außerhalb von Paid-Media beraten können und demnach zunehmend Kommunikationsberater werden – ohne Media zu vernachlässigen. Zudem besteht unsere Arbeit im Digitalen Media nicht nur aus Banner, Search, AdOperation etc.  Es ist vor allem das Tracken und Targeten von Zielgruppen in einer zunehmend digitalisierten Lebensart der Konsumenten.

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