Technologie

R.I.P FLASH, HELLO HTML5

Wichtige Information In Bezug auf Werbemittel-Produktion für digitale Kampagnen:

Seit Apple mit dem Launch des iPhones partout kein Flash zulässt, ist diese sehr populäre Technologie zunehmend unter Druck geraten. Flash ist im Vergleich zu anderen Technologien sehr Ressourcen-intensiv, unsicher und instabil. Dennoch galt Flash noch immer als der Standard in der Online-Werbebranche.

Mit den Entwicklungen der letzten Wochen hat dies ein abruptes Ende:

Die neue „Währung“ heisst HTML5 und FLASH ist tot.

Doch weshalb die Dringlichkeit des Themas?

Seit rund einem Jahr zeigt der Browser Safari bei Flash-Werbemittel standardmässig nur noch das erste Frame an. Flash muss Opt-in, also durch einen Klick des Users initialisiert werden, was nicht im Sinne des Werbetreibenden ist. Mit einem Marktanteil von unter 10% (Stand Mai 2015) hielt sich dieses Problem in Grenzen.

Nun hat Google bekanntgegeben, dass ihr Browser Chrome ab dem 1. September 2015 ebenfalls kein Flash mehr abspielt. Auch bei Microsoft sind entsprechende Bemühungen im Gange und Firefox hat im Juli nach einer Flash-Sicherheitslücke ebenfalls Flash temporär gesperrt.

Das heisst, dass ab September 2015 über 40% und per 1. Januar 2016 über 80% aller Werbemittel, die mit Flash programmiert wurden, nicht mehr richtig angezeigt werden.

Diese Entwicklung tangiert alle Kampagnen, die nicht bereits komplett auf HTML5 Werbemittel umgestellt wurden, massiv. Es gilt dies Ernst zu nehmen.

Folgen für Werbetreibende:
  • Bestehende Werbemittel mit Einsatz ab September 2015 müssen von Grund auf neu gebaut oder in HTML5 Werbemittel konvertiert werden.
  • Dadurch entstehen höhere Produktionskosten und vermutlich Timing-Engpässe seitens Kreativ-Agenturen.
  • Agenturen haben z.T. noch nicht sehr viel Erfahrung in der Produktion von HTML5 Werbemitteln und werden deshalb länger für die Produktion brauchen, als es bei Flash üblich war.
  • Die Werbemittel werden schwerer. Oftmals wird viel Code-Balast in den Werbemitteln mitgeführt.
  • Dadurch erhöhen sich in der Regel die AdServing Kosten. Das muss aber in jedem Fall einzeln abgeklärt werden.
Einige externe Quellen zum Flash-Sterben:
Weiteres Vorgehen:
  • Alle Kreativagenturen und Kunden müssen informiert werden, dass Mediaschneider im Sinne der Kunden für Kampagnen mit Start ab 1. September 2015 keine Flash-Werbemittel mehr akzeptieren kann.
  • Neu müssen alle Werbemittel als HTML5 angeliefert werden.
  • Leider existiert bis Dato noch kein allgemein gültiger Standard. Daher sollte den Empfehlungen von Doubleclick Folge geleistet werden. Mehr Informationen und Spezifikationen finden sich hier: http://www.richmediagallery.com/resources/html5
  • Google organisiert speziell zu diesem Thema einen Workshop für Kreativagenturen und Interessierte in Zürich (Anmeldung hier: https://goo.gl/t8iO28).
Mediaschneider Support für Kunden und Kreativ Agenturen:

Allgemeine Fragen zur Umstellung

Philipp Semmler
Mediaschneider AG | Klausstrasse 19 |8008 Zürich
Tel. direkt +41 43 336 77 78
p.semmler@mediaschneider.com

Technischer Support Kunden / Agenturen

Moritz Schneider
Mediaschneider AG | Klausstrasse 19 |8008 Zürich
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m.schneider@mediaschneider.com